Die Terrarien-Typen im Kurzüberblick

Im Prinzip kann man anhand der Habite der üblichen Terrarienbewohner zwischen 3 bzw. 4 Typen unterscheiden. Dabei geht es weniger um die Beschaffenheit des Terrariums an sich, sondern viel mehr um die Einrichtung bzw. die Ansprüche die die Pfleglinge an ihre Umgebung stellen. Primäre Faktoren in der Terraristik sind Temperatur und Feuchtigkeit.

Typ 1 - Tropisches Terrarium

bei tropischen Terrarien spricht man meist auch von humiden Terrarien. Diese nachgestellten Habitate dienen als Behausung für tropische Bewohner, die eine Umgebung mit hoher Feuchtigkeit beanspruchen. Die relative Luftfeuchtigkeit (rLF) liegt hier durchschnittlich bei 70-100%, die Temperaturen sind dabei gemässigt und liegen in Bereichen von 20-30°C. Die Beleuchtungsintervalle entsprechend meist 10-12 Stunden.
Die Einrichtung zeichnet sich durch eine recht hohe Bepflanzung aus. Dem entsprechend wird als Bodengrund Humus, (Wald-) Erde oder ein Erde-Sand-Gemisch verwendet.
Bei humider Ausrichtung eignen sich Terrarien mit Doppelbelüftung besonders, daher hier auf eine gute Be- und Entlüftung geachtet werden muss.

Typ 2 - Wüsten-Terrarium

hier spricht man auch von aride Terrarien. Wie der Name schon sagt, stellt man hier Wüstenregionen und Trockengebiete nach. Hohe Temperaturen und geringe Feuchtigkeitswerte sind hier an der Tagesordnung. Zu dem hat man hier recht hohe Nachtabsenkungen um dem natürlichen Temperaturgefälle nachzukommen. Lokale Temperaturwerte tagsüber von >40°C bei Grundtemperaturen von 28 bis 35°C sowie Luftfeuchtigkeitswerte von rund 30-40% sind hier die maßgebenden Faktoren.
Die Bepflanzung wird sehr kark gehalten. Oftmals werden Trockenpflanzen genommen. Der Bodengrund besteht aus Sand, oder einem Sand-Lehm-Gemisch.

Typ 3 und 4 - Die Halbtrocken und Halbfeuchtterrarien

die sog. Semi-Terrarien (semi-arid oder semi-humid). Wie der Name schon sagt, hat man hier ein Zischenbereich der beiden Haupttypen abzudecken versucht.
Savannen und Steppen-Regionen, mit ähnlichen Temperaturwerten wie Wüstenregionen aber doch deutlich höherer Vegetation und Feuchtigkeitswerten stellen die semi-aride Fraktion dar. Die semi-humide Variante hat Anwendung bei Trockenwäldern oder Savannenlandschaften deren Feuchtigkeitswerte etwas höher liegen. Da diese Typen die jeweiligen Brückglieder darstellen, sind die Paramter recht verwaschen, s.d. man hier nur ein breites Spektrum an Richtwerten angeben könnte.


Prinzipiell gilt bei alle Terrarien, dass sich deren Beschaffenheit und Parameter an den Anforderungen der Tiere zu richten hat. Die natürlichen Habitate dienen als Anhaltspunkt. Dabei spielen die Umgebung als aber auch die lokalen Bedingungen an denen die Tiere ihre Wohnhöhlen haben die entscheidende Rolle.